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Modacalzado 2008 - Madrid
Die Spanische Schuhindustrie beschliesst das Geschaftsjahr 2007 mit einer positiven Bilanz

Im vergangenen Jahr steigerte die Branche ihre Auslandsverkäufe sowohl nach Wert als auch nach Volumen und erzielte ein Wachstum vom jeweils 11% und 8%

Angesichts der günstigen Entwicklung der Ergebnisse des Aussenhandels in den ersten elf Monaten des Jahres, erwartet die spanische Schuhbranche, das Geschäftsjahr 2007 mit einer positiven Bilanz zu beschliessen: nach Angaben des Verbandes Spanischer Schuhindustrien (FICE) erhöhten die Exporte ihren Wert in dieser Zeitspanne im Vergleich zu 2006 um 11%.

Diese positive Entwicklung gewinnt noch mehr an Bedeutung, wenn man den komplizierten wirtschaftlichen Kontext dieses Zeitabschnitts mit einem internationalen Szenario geringeren Wachstums und der unsicheren wirtschaftlichen Lage der wichtigsten Zielländer spanischer Exporte berücksichtigt.

Nach Mitteilung des Arbeitgeberverbandes der Schuhindustrie an IV1ODACALZADO+IBERPIEL, gab es im vergangenen Jahr in Spanien 2.153 Schuhfirmen, die 32.080 Arbeiter beschäftigten. Im Jahre 2007 erreichte die Produktion 109 Mio Paar mit einem Wert von 2.000 Mio Euro.

Günstige Entwicklung der Verkäufe

Während der ersten elf Monate des Jahres 2007 wurden 101 Mio Paar Schuhe exportiert, womit die Vorjahreszahl der gleichen Zeitspanne um 8% übertroffen wurde. Der Gesamtwert der Verkäufe ins Ausland erhöhte sich um 11c/0 auf 1.900 Mio Euro. Der durchschnittliche Exportwert stieg seinerseits um 3%. Dies ist nach Angaben des FICE grundsätzlich auf die Einführung verschiedener, vom Arbeitgeberverband der Branche angeregten Strategien zurückzuführen.

Die Analyse der Entwicklung der Exporte nach Ländern verweist auf eine günstige Evolution der Verkäufe in Zielgebiete der Europäischen Union.Der wichtigste Käufer Spaniens, Frankreich, war Abnehmer von annähernd 22,5% der Exporte und erhöhte den Wert seiner Einkäufe um 4,5%.

Wie schon in den letzten Jahren ist das Wachstum der Exporte nach Deutschland auffällig, dem Wert nach drittwichtigster Abnehmer von spanischem Schuhwerk, das seine Rechnungsstellung um 14% steigerte. Ebenso erwähnenswert ist die positive Entwicklung des italienischen Marktes, der deutliche Zunahmen von 20% des Wertes und 23% des Volumens zeigte.

Portugal hat sowohl nach Wert -14%- als auch nach Volumen -28%- kräftig zugelegt. Dadurch rückte das westliche Nachbarland nach Anzahl der verkauften Paar Schuh zum zweitwichtigsten Kunden Spaniens auf.

Aber auch die Evolution anderer, traditionell für die spanischen Exporte wichtiger Märkte wie Griechenland, Belgien, Holland, Dänemark und Irland war bemerkenswert. Auffallend ebenso der günstige Trend von Zielgebieten Osteuropas wie Polen (+50% an Volumen und +32% an Wert), Ungarn (+3813/0 an Volumen und +34% an Wert) und Tschechien (+94% an Volumen und +19% an Wert), obgleich hier die Durchschnittspreise niedriger lagen.

Zum Vormarsch des Aussenhandels trugen im vergangenen Jahr auch aufstrebende Märkte wie Mexiko (+10% an Wert), Russland mit dem stärksten Wachstum (+45% an Volumen und +46% an Wert) und einem der höchsten Export-Durchschnittspreise von 31,59 Euro/Paar, die Türkei (+28% sowohl an Volumen als auch an Wert), sowie Länder des Mittleren Ostens wie die Vereinigten Arabischen Emirate (+9% an Volumen und +10% an Wert) bei.

Unausgeglichene Entwicklung der Fernmärkte

Die Exporte in die USA zeigten im Geschäftsjahr 2007 ein unausgeglichenes Verhalten. Während der Jahresbeginn den 2006 eingeleiteten, positiven Trend beibehielt, ist 2007 schliesslich mit negativem Ergebniss im Hinblick auf die Anzahl der Paare zu Ende gegangen. Nach Aussage von FICE waren die Hypothekenkrise und der Wechselkurs Euro/Dollar Ursache dieses Einbruchs der Verkäufe auf dem nordamerikanischen Markt. Dennoch stieg der Export- Durchschnittspreis beträchtlich und liegt nun mit 33,57 Euro pro Paar an der Spitze der Gruppe der wichtigsten Käufer. Es handelt sich hierbei um einen sehr positiven Wert, der beweist, dass das spanisches Schuhwerk sich eine Position im oberen Marktsegment verschafft hat.

Ausserdem ist das günstige Verhalten des chinesischen Marktes als Empfänger spanischer Exporte hervorzuheben. Bis November 2007 hat der asiatische Riese 205.517 Paar spanische Schuhe gekauft (+91%) und dafür 5,5 Mio Euro ausgegeben. FICE ist dennoch der Meinung, dass die Verkäufe an China noch gering sind, gemessen am enormen Potential dieses Landes. China ist zum drittwichtigsten Käufer Spaniens in Südostasien aufgerückt und liegt hinter Japan und Hong Kong.

Geringeres Wachstum der Importe

Während der ersten elf Monate des vergangenen Jahres konnte eine Verlangsamung des Wachstums der Importe im Vergleich zur selben Zeitspanne des Jahres 2006 festgestellt werden. Von Januar bis November 2007 wurden 326 Mio Paar Schuhe mit einem Wert von 1.647 Mio Euro importiert. Diese Daten bedeuten ein Wachstum von 17% nach Volumen und von 7% nach Wert, beide unter den Ergebnissen der gleichen Zeitspanne von 2006, als Steigerungen von jeweils 20% und 19% verzeichnet wurden. Der durchschnittliche Importpreis sank um 8,5% auf 5,05 Euro/Paar.

Im Jahre 2007 festigte China seine Position als wichtigster Schuhlieferant Spaniens, wenn auch das Wachstum der Importe geringer war als in vorherigen Geschäftsjahren. 72% des Gesamtvolumens der spanischen Importe kamen aus China: 236 Mio Paar mit einem Wert von 569 Mio Euro, d.h. 35% des Gesamtwertes aller importierten Schuhe. Der durchschnittliche Importpreis belief sich auf 2,41 Euro/Paar. Nach Produktart geordnet, machten Lederschuhe nur 15,84 Mio Paar der in China von Januar bis November 2007 getätigten Einkäufe aus. Dies bedeutet einen Rückgang von 25,28% im Vergleich zur selben Zeitspanne des Vorjahres. Ausserdem nahmen die Importe aus Vietnam zu, insbesondere auf das Volumen bezogen, da Spanien 51% mehr Paar Schuhe kaufte; aus Portugal wurden 52% mehr Schuhe importiert; die Importe aus Hong Kong stiegen 76% an Wert und 27% an Volumen; Frankreich legte 21% und Marokko 20% zu.

Abgesehen von den in Angriff genommenen Strategien auf dem internationalen Markt, ist FICE dabei, die Leitfäden auszuarbeiten, nach denen der Konsum spanischer Schuhe in den nächsten Monaten auf dem Inlandsmarkt angeregt werden soll, so wie es der Verband in den letzten Jahren bereits getan hat.

Die in den vergangenen Jahren abgewickelte Werbekampagne ,Zapatos de Esparia' hatte u.a. zum Ziel, den spanischen Schuh bekannt zu machen und seine Markennamen dem nationalen Konsumenten näher zu bringen.

Spanische Schuhe haben ein grosses internationales Prestige und sind weltweit für modischen Trend und Design bekannt. Innerhalb der EU war Spanien mit einer Produktion von 109 Mio Paar Schuh im Jahre 2007 der zweitwichtigste Fabrikant von Schuhwerk und exportierte in über 140 Länder. Die Stärke der spanischen Schuhindustrie, sowie Qualität und Innovation ihrer Designs haben spanische Schuhe in den besten Schaufenstern der fünf Kontinente placiert und in mehr als 94 Städten in 40 Ländern sind eigene Geschäfte vorhanden.

DIE SCHUHBRANCHE IN ZAHLEN

  2007
(*)
07/06
(*)
06/05
 
Unternehmen 2.153 -5,69% -2,47%
Arbeitsplätze 32.080 -4,29% -6,72%
       
Produktion
Paaren(Millionen)
Wert(Mio €)
 
109,0
2.000,00
 
-7,86%
-2,86%
 
-6,33%
-4,29%
       
Export
Paaren(Millionen)
Wert(Mio €)
 
101,0
1900,00
 
7,0%
11,0%
 
-1,85%
4,31%
       
Import
Paaren(Millionen)
Wert(Mio €)
 
340,0
1.717,00
 
15,0%
5,0%
 
19,58%
18,07%
       
Exportsaldo
Paaren(Millionen)
Wert(Mio €)
 
Deckungsrate
 
-239,0%
183,0
 
111,00%
   
       
Export-Produktion
Volumen
Wert
 
92,6%
95,0%
   
(*) geschätzt
Quelle: INE, DG Aduanas Aufstellung/Analyse: FICE-Inescop

Pressebericht
Modacalzado - Iberpiel 2008