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Modacalzado 2008 - Madrid
Die Spanische Feinlederindustrie verstärkt ihre Prãsenz auf dem Internationalen Markt

Die Erholung des Aussenhandels der Feinlederwaren, die 2006 zu erkennen war, hat im vergangen Jahr angehalten. Dies geht aus den Daten hervor, die MODACALZADO+IBERPIEL vom Verband Spanischer Feinlederhersteller (ASEFMA)erhalten hat.

Der Generalsekretär des Verbandes, Fernando Gutierrez, gibt an, dass "sich die Branche trotz der internationalen Wirtschaftskonjunktur gut gehalten hat". Die von diesem Verband übermittelten Angaben zeigen, dass während der ersten elf Monate des Jahres 2007 für 390,7 Mio Euro exportiert wurde, was im Vergleich zur selben Zeitspanne des Vorjahres ein Wachstum von 16% bedeutet. Ausgehend von diesen Daten kann Gutierrez versichern, dass "es auf dem internationalen Markt der Feinlederartikel keine Krise gibt".

Vom Gesamtvolumen der spanischen Verkäufe gingen 29% nach Frankreich, das mit 113,4 Mio Euro weiterhin der wichtigste Käufer Spaniens ist. Dahinter liegt Portugal mit 50,8 Mio Euro und einer Zunahme von 17%, und Grossbritannien, dessen Markt mit 20,3 Mio Euro ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr erzielte. Sowohl Grossbritannien als auch Japan, der viertwichtigste Kunde Spaniens, nahmen 5,2% der spanischen Exporte ab.

Die Analyse des ASEFMA über die Aktivitäten des Aussenhandels unterstreicht das starke Wachstum der Ergebnisse von Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Mexiko und Italien. Was Russland betrifft, nahmen die Exporte dorthin um mehr als 56% zu und erreichten einen Wert von 3,5 Mio Euro. Ähnliche Levels erzielten die Vereinigten Arabischen Emirate, deren Einkäufe spanischer Lederartikel um 47,4% anstiegen. Die Verkäufe nach Mexiko beliefen sich auf 18,35 Mio Euro, 34,8% mehr als von Januar bis November 2006. Die Exporte nach Italien stiegen um 46% und erreichten einen Wert von etwas über 17 Mio Euro.

Im Hinblick auf Asien hat sich nur Hong Kong als Käufer spanischer Produkte negativ entwickelt. Die restlichen Länder des Orients zeigten ein sehr positives Verhalten, vor allem Südkorea, Taiwan und Singapur.

Die Vorschau des ASEFMA für 2008 lässt ein weiteres Wachstum der Exporte erwarten. Dazu trägt die seit Jahren bestehende Zusammenarbeit der Branche mit dem ICEX und die "positiven Werbekampagnen, die durchgeführt werden" bei. Zu diesem Kontext gehört der Staatliche Förderplan für Leder- und Feinlederaccessoires, der während der einundzwanzigsten Veranstaltung von MODACALZADO+IBERPIEL präsentiert wird. Dieses Programm für Werbung der Feinlederbranche sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, wird vom Ministerium für Industrie, Handel und Tourismus über das DDI und die Kammer für Handel, Industrie und Tourismus von Cädiz unterstützt.

Inlandmarkt

Die günstige Entwicklung und der Wachstum der Exporte hat teilweise den Rückgang des Inlandkonsums auffangen können. Fernando Gutierrez bestätigt, dass diese negative Entwicklung innerhalb der spanischen Grenzen durch verschiedene Faktore verursacht wurde. Einerseits haben die Umstellungen im Vertrieb, motiviert durch den Abbau traditioneller Taschengeschäfte, diese Artikel in andere Verkaufskanäle wie Schuhgeschäfte placiert. Und andererseits hat die Kaufkraft der Bevölkerung nachgelassen, was auch im Jahre 2008 den Inlandmarkt beeinflussen wird.

Geringerer Rhythmus der Importe

Ähnlich wie bei den Exporten haben auch die Importe eine positive Entwicklung gezeigt, deren Rhythmus jedoch geringer als der der Verkäufe war. Von Januar bis November des vergangenen Jahres beliefen sich die Importe auf einen Wert von 849,6 Mio Euro, d.h. 11,5% mehr als in der gleichen Zeitspanne des Jahres 2006.

China liegt weiterhin an der Spitze: über 463 Mio Euro bedeuten eine Steigerung von 15,3% im Vergleich zum Vorjahr. Der asiatische Riese baut seinen Marktanteil aus und liefert über die Hälfte der spanischen Einkäufe, genauer gesagt 54,5%. An zweiter Stelle liegt Italien mit über 88 Mio Euro, das im Vergleich zur selben Zeitspanne des vorherigen Geschäftsjahres eine deutliche Steigerung von 24% erzielte. ASEFMA erwähnt besonders auch die Steigerungen von Portugal (+70% und ein Wert von 8,2 Mio Euro) und der Türkei (+40% und ein Wert von 5,7 Mio Euro).

Deutlich nachgelassen haben dagegen die Importe aus Deutschland, Holland, Rumänien und Hong Kong.

Für den Arbeitnehmerverband ist eine der Ursachen für die ständige Importsteigerung von Waren aus asiatischen Ländern die Standortverlegung eines Teiles der spanischen Produktion in diese Länder, was im Hinblick auf Kosten und Wettbewerbsfähigkeit der Erzeugnisse geschieht. ASEFMA informiert, dass der Mangel an Wettbewerbsfähigkeit der Preise durch die Standortverlegung abgeschwächt wird, obgleich in Worten von Fernando Gutierrez "Handwerksarbeit, Design und Stil der Modelle in Spanien verbleiben, was die Qualität des spanischen Produktes garantiert und dieses von den Konkurrenten unterscheidet".

Pressebericht
Iberpiel